Monday Club III – Die letzte Rache

Der Abschluss der Mystery-Romance-Trilogie Monday Club von Krystyna Kuhn! Endlich erfährt Faye die Wahrheit über ihre geheime Gabe. Deshalb hat der Monday Club so großes Interessean ihr, und deshalb schwebt sie in Gefahr. Denn nur sie kann die Beweise für die Machenschaften des mächtigen Monday Clubs finden. Zusammen mit ihren Freunden setzt sie alles daran, weiteres Unglück zu verhindern.

Textausschnitt

Der Regen prasselte auf das Dach und vielleicht verwechselte ich sein Rauschen auch mit dem Gemurmel, das ich zu hören meinte. Ich lauschte weiter angespannt, bis ich meinte zwei oder drei Stimmen unterscheiden zu können. 
Ein Mann und eine Frau. Nein, ein Mädchen.
„Ich habe Angst“, sagte es. Aufgeregt, panisch.
„Vertrau mir“, erwiderte die Männerstimme nervös.
Dann kam eine lange Pause, die mich zur Besinnung brachte. Ich atmete langsam aus. Mit Sicherheit handelte es sich nur wieder um eine dieser Auren, die vermutlich einen Anfall ankündigten. Ich durfte jetzt auf keinen Fall allein bleiben. Hastig wandte ich mich um und wollte schon die Treppe hinunterlaufen, da ließ mich ein leises Stöhnen innehalten, und mein Blut in den Adern gefrieren. 
Ich schlug die Hand vor den Mund. Missy hatte ähnlich geklungen, als ich sie im Garten des Fullerhauses entdeckt hatte.
„Wie fühlt es sich an?“ Eine andere männliche Stimme, die mich beunruhigte, weil sie wie Josh klang. Aber Josh war immer noch mit Ginger unterwegs nach Windy Hall.
Das darauffolgende Schluchzen hallte in meinem Innern nach wie das Heulen einer Sirene. Alles in mir bebte.
Es schien, als wäre der Raum voller Menschen, die durcheinander redeten. Aber dort war niemand. Irgendwie glaubte ich zu spüren, dass das Zimmer leer war. Mir standen Schweißperlen auf der Stirn und meine Hand, mit der ich mich am Geländer abzustützen versuchte, zitterte. Ich konnte nicht. Ich konnte nicht weitergehen, um herauszufinden, was im Rosenzimmer vor sich ging.
»Wovor habt ihr Angst? Sie werden sich darum kümmern.“ Die Kälte in der Stimme traf mich wie ein jäher eisiger Windstoß.
Tief in mir lauerte die Angst. Sie schärfte meine Sinne auf eigentümliche Art. So als könnte ich durch sie eine in dem Zimmer lauernde Gefahr wittern, riechen, fühlen.
Am ganzen Körper zitternd stand ich da. Der nächste Anfall.  Was gegen die Halluzinationen half, war die Wirklichkeit. Luke war draußen im Garten. Ich war nicht allein. Auf Zehenspitzen rannte ich die Treppe hinunter, wie damals als Achtjährige, als Amy mich warnte: Pssst, man darf die Geister nicht stören. Um dann in Lachen auszubrechen. Ja, genau hier, auf der untersten Stufe hatte Amy gesessen und über mich gelacht, bis ihr die Tränen kamen.

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